Blog'n'Roll


GEDICHTE

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Alle Rechte beim Autor K.Muehlau.




Die Blume und der Schmetterling
Schmetterlinge pennen nicht,
ich weiss genau, da irrst du dich,
die brausen los und gehen Feiern,
trinken zu viel, und müssen Reihern,
(singen ein Lied, oder vielmehr Leiern)
treffen keine Blume mehr,
egal wie oft, sie versuchen's sehr,
erst am nächsten Tage dann,
fliegen sie ihre Blume an,
die dann schimpft und ist verbittert:
"Wie siehst du aus, total verknittert!",
ja, der bunte Widerling,
wer weiß, in welchem Netz der hing,
während seine Blume harrt im Regen,
trieb er sich rum, ganz unverlegen,
und damit der Groschen bei euch fällt:
Wie der Mensch so auch in der Pflanzenwelt!
29.02.2012


Frühlingsmorgen
Der Frühling haucht ganz zart am Morgen,
die Liebe hat mich auserkoren,
dich zu lieben, in großer Leidenschaft,
wodurch alles verfliegt, auch die größte Hast,
so wandern wir durch Mondes Schein,
auf den Lippen ein Lied, in der Hand ein Glas Wein,
und während ich für dich sanft singe,
spüren wir sie, die Schmetterlinge,
nichts vermag uns jemals trennen,
und nichts in das wir uns verfängen,
die Liebe will uns fest verschweißen,
nichts kann uns auseinander reißen.
28.02.2012


Das Mahl
Wie die Schweine,
stopfen sie hineine,
die Reste der Gebeine,
die einst ein Schwein gewesen waren,
das sah man an den Haaren,
die fehlten an dem Tiere,
das da lief auf allen Vieren,
und ein Grunzen gab von sich,
das nun liegt tot auf dem Tisch.
27.02.2012


Vogelfutter
Meisenknödel, hängen schnöde,
in dem Winde, so dass sie finde,
eine Elster, oder andrer Vogel,
hauptsache Erster, ohne Mogel,
und knabbere daran, ach so hungrig,
bis sie weg sind, nur noch Dung sind.
01/2012


Die Wurst
Einst aß ich eine Wurst, davon bekam ich dann viel Durst,
darauf trank ich etwas Wasser, bloß wurd's davon noch krasser.
12/2011


Ohrgeburt
Ein Kind wurd' mir heut' Nacht geboren. Es kroch mir zart aus meinen Ohren.
Gleich tat ich ihm den Arsch versohlen. Denn es wollte mich glatt verkohlen.
Als ich frug, woher es sei. Ich glaubte es nicht - die Walachei!
Ganz schnell war es schon wieder fort. Nicht sagen wollt's zu welchem Ort.
12/2011


Kreuzgedicht aus vorgegebenen Wörtern

1. Absatz: Vögel zwitschern, Geschrei der Kinder beim Fußball spielen, Bienen summen, Fliegen brummen,
2. Absatz: Kinder im Freibad, Libellen, Grillen, Kühe muhen, Traktor von Bauern

Sommerleben

Vögel, die wundervoll zwitschern und singen,
Laut scheiende Kinder, die mit dem Fußball spielen (*1)
Während Bienen summen und in der Sommerbrise schwingen,
Fliegen vor Freude brummen, weil sie Kuchen sehr lieben. (*2)

Die Kinder können im Freibad nicht lange ruhen,
Libellen und Grillen müssen im Weizen sehr lauern
Bunte Kühe stehen vereint auf der Weide und muhen
Weit auf das Feld fährt der Traktor vom Bauern

Alternative Zeilen:
*1 Kinder spielen Fußball, es ertönt Lachen und Schreien
*2 Fliegen um Törtchen brummen, als ob's ihre eigenen seien.
10.03.2012